Naturimkerei
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Unsere Bienen

Wir führen, so gut es geht, die »Apis mellifera mellifera Nigra« - oder die »Dunkle Europäische Biene« - genau genommen, ist die »Nigra« die alpenländische Biene. Diese Art eignet sich besonders gut in einem Bienenkorb.

  • Sie zeigen eine grosse Winterhärte.
  • Sie sind Verteidigungsstark gegenüber Eindringlingen (starkes Vorlagern).
  • Ausgeprägte Langlebigkeit.
  • Angepasster Pollensammeltrieb. Stark und Artenreich.
  • Bei Trachtmangel legen sie eine Brutpause ein, welche auch den Varroas nicht gefällt.
  • Geht haushälterisch mit den Vorräten um.
  • Schnelles anpassen der Volksstärke in Bezug auf das Trachtangebot.

Ganz Rassenrein geht es bei uns leider nicht. Wir setzen auf natürlichen Schwarmtrieb und so können wir die Königinnen nicht wirklich überwachen. Mixturen sind bei uns leider programmiert. (Die importierten Bienenrassen wie Buckfast und Carnica sind leider mittlerweile in der Überzahl und verdrängen die heimische Rasse).

Ausserdem; Wir hatten schon einige DNA geprüfte Königinnen. Keine dieser Völker hat es bei uns überlebt. Schwärme, welche auf natürlichem Weg entstanden sind und vielleicht nicht immer ganz Rassenrein nach DNA sind, haben sich allesamt bestens entwickelt, sind Wehrhaft gegen Eindringlinge (zB Wespen/Hornissen) und sind nicht zimperlich bei Wind und Wetter.

ProSpeciaRara

Die dunkle Biene (Mellifera) steht bereits auf der Liste der ProSpecia Rara
Hier geht es weiter zur Webseite von ProSpeciaRara

Die Schweizer Gesellschaft zur Erhaltung dieser Bienenrasse
Hier geht es weiter zur Webseite von Mellifera Schweiz ... und Mellifera e.V. in Deutschland

Viel Wissen um die dunkle Biene und Korbimkerei
Hier geht es weiter zur Webseite von Nordbiene.de

Warum keine Mixturen der Rassen ?

Eine Überlegung ist es mindestens Wert; Warum soll man denn so penetrant darauf bedacht sein, dass die Bienen »Reinrassig« sind?
Natürlich - so kennt man das Wesen der einzelnen Rassen und kann die Bienen besser einschätzen. Andererseits aber, ist ein Multikulti-Stamm nicht ganz so abwägig. Denn diese haben sich, oder könnten sich, auf natürliche Weise der Umwelt anpassen. Krankheiten und Schädlingsbefall könnten sich eventuell eindämmen.
Vielleicht ginge der Honigertrag zurück oder die Bienen werden wieder bissiger - dafür aber Gesund.

...und wie bereits vorstehend beschrieben, haben wir durch natürliche Schwarmvermehrung nicht immer alles Rassenrein.

Ein weiteres wichtiges Merkmal bei der natürlichen Schwarmvermehrung und Freiflug der Prinzessinnen, ist die Begattung. Das Wissen der Prinzessin aus dem eigenen Bien ist wichtiges Erbgut, welches bei Begattungen in Schutzgebieten leider verloren gehen kann. Nur Drohnen aus dem eigenen Stock und nahegelegenen Stöcken, erhalten das natürliche Erbgut.

Es soll nicht des Imkers Wohl sein, sondern das Bienenwohl steht im Vordergrund

Natürliche und wesensgemässe Bienenhaltung

Definitiv nicht wesengemäss (aber leider in einzelnen Punkten manchmal doch notwendig) sind:

  • Königinnenzucht und künstliche Besamung
  • Ablegervermehrung
  • Reizfütterung
  • Fütterung von Zuckersirup und künstlichen Futterteigen
  • Absperrgitter
  • Einsatz von Säuren (Milchsäure, Oxalsäure, Ameisensäure etc.)
  • Schwarmverhinderung
  • ...u.s.w...
...und genau das Widerspricht einer reinrassigen Biene. Um Rassen erhalten zu können Bedarf es einigen Eingriffen.

Ich weiss nicht wie es sich mit den anderen Rassen verhält. Die Mellifera in der Schweiz kann »normal« begattet werden. Dazu gibt es Schutzgebiete (Belegstationen) wie zB den Kanton Glarus oder Obwalden. Da dürfen die Prinzessinnen frei fliegen und finden auch gleichrassige Drohnen.

Mit diesem System, dass die Bienen in geschützten Lufträumen begattet werden können, entspricht der Natur und die Rassen bleiben erhalten.. Ansonsten unterhalte ich auch ganz gerne Mischlingsvölker. Auch dieses sind Bienen und machen eine gute Arbeit.

Nachfütterungen

Manchmal, in Trachtenpausen, ist es unerlässlich, die Bienen, falls der eigene Honig fehlt, mit »künstlichem« Futter zu pflegen. Was bei uns auf keinen Fall in Frage kommt, ist die Zufütterung von raffiniertem Zucker.

Unser bewährtes Rezept;
Wir machen einen Tee aus guten Kräutern (insbesondere Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei, Kamille) und getrockneten Wildblumen welche die Bienen mögen. Wenn dieser etwas gezogen hat, mischen wir in bekannten Mengen Roh-Rohrzucker bei. Dieser Roh-Rohrzucker wurde nicht raffiniert und enthält noch viele gute Mineralstoffe. Ebenso mischen wir gerne Zwetschgen, Birnen (geht auch Birnel), Feigen und Trauben (oder Rosinen) bei und pressen den Dicksaft anschliessend gut aus (wie bei einem Sirup oder Konfitüre). Wenn der Saft etwas abgekühlt hat, mischen wir, wenn möglich, eigenen Honig bei. (Raffinierter Weisszucker geben wir, wenn überhaupt, maximal zu 5% bei.)

Besser und natürlicher ist, wenn man den Bienen ihren eigenen Honig zurückgibt. Wenn wir Honig ernten, dann soll dieser immer für die Bienen selbst sein. Falls aber noch etwas übrig bleibt, nehmen wir diesen gerne für unser gesundes Frühstücksbrot.

Weitergehende Massnahmen zur Gesunderhaltung des Biens findest Du hier; Natürliche Massnahmen.

Apis mellifera mellifera Nigra

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