Naturimkerei
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Naturimkerei

Das Werkzeug des Korbimkers

Abstosskorb

Der Abstosskorb ist eigentlich das Spiegelbild zum Bienenkorb. Vielleicht etwas straffer gebunden und ohne Flugloch. Dieser wird beim Abstossen (oder Abtrommeln) der Bienen, unten am Bienenkorb spiegelverkehrt aufgesetzt und die Bienen da hinein abgestossen/abgetrommelt.

Bannkorb

Der bannende Blick, der das Böse vom Bienenstand fernhalten soll.
Mit diesem Ansinnen bauten unsere Vorfahren Figurenbeuten und schnitzten Bannkorbmasken.

Drohnenmesser

Ein Drohnenmesser besteht aus einem langen Eisenstab (cirka 60 cm) mit zwei unterscheidlich langen Klingen an jeder Seite. Die lange Klingenseite dient zum Richten eines Neubaus, die kurze, gebogene, spitze Klinge zum Quer abschneiden oder als »Angelhaken« für ausgeschnittene Drohnenwabenstücke.

Federwisch

Der Federwisch ist ein Gänsefederflügel zum auswischen des Bienenplatzes.

Flechtband

Zum zusammennähen der Strohwülste wird Flechtrohr, Brombeerranke oder Weidenringe verwendet.

Futterteller

Meist aus Holz oder Tonmaterial. Sollte etwa einen halben Liter Flüssigkeit fassen können. Wird unter den Korb geschoben.

Gaffel

Eine längere Holzstange mit einigen Nägeln versehen. Am oberen Ende gibt es einen 2-Zack. An den Nägeln oder dem 2-Zack kann der Schwarmfangbeutel eingehängt werden.

Kiepenkratzer

Der Kiepenkratzer ist ein gebogenes Messer um Körbe nach der Ernte, von Wachs- und Honigresten sauber zu befreien.
Alternativ kann man auch einen gut geformten, sehr stbiel Suppenlöffel verwenden, mit welchem man die Wachs- und Honigresten herauskratzen kann.

Naturwabenschneider

Ein Naturwabenschneider ist ein Eisenstab (cirka 50 cm lang), welcher an der Spitze gekrümmt ist. Damit kann man Naturwaben sauber abschneiden oder zur Not auch als Kiepenkratzer benutzen.

Öhrstifte

Nagel zum befestigen von Tüchern und Schwarmfangbeuteln an Bienenkörben.

Pfriem

Vorstechwerkzeug beim Korbflechten. Früher wurden Pfrieme aus Ziegenknochen hergestellt.

Roggenstroh

Das Basismaterial zur Herstellung der Bienenkörbe.

Schwarmfangbeutel

Der Schwarmfangbeutel wird traditionell an Bienenkörben befestigt. Dieser »Sack« hat eine Länge von cirka 1.20 m und einen Durchmesser von 20-30 cm. Der obere Teil wird zugeschnürt und der viereckigen Teil wird mittels Öhrstiften am Korb befestigt. Damit der Beutel gut steht, wird dieser mit der Gaffel fixiert.

Schwefel

Honigernte auf traditionelle Art findet durch Abstossen der Bienen und Abschwefeln der Brut statt. Eine gesündere Betriebsweise gibt es kaum.

Speile

Holzäste meist aus Rosenholz (Hagrose) oder Weidenholz gefertigt. Diese Speilen werden in den Korb getrieben, damit die Waben die nötige Stabilität bekommen.

Sticken, Teeken

...oder einfach Zettel
Meist ein angespitztes Holzplättchen welches als Notizzettel dient. Seine Stellung hilft dem Imker die Schwarmbereitschaft jedes einzelnen Schwarmes festzuhalten. Diese »Zeichensprache« ist nach Region unterschiedlich und unterliegt keiner besonderen Regel - ausser jener des Imkers selbst.

Strick / Gurt

Ein Strick oder Gurt ist von Vorteil wenn man die Körbe mit den Bienen abstösst oder abtrommelt. Falls mal der Korb aus der Hand gleitet, fällt das ganze Gebilde nicht gleich auseinander.

Stricke (Tampen)

Tampen werden vorwiegend während der Schwarmzeit benötigt. Mit diesen Stricken wird der Korbstandring abgedichtet.
Tampen setze ich jedoch das ganze Jahr ein. So kommen auch keine anderen Insekten unter dem Korb durch.

Wandertuch

Lüftungs- und Wandertuch für Bienenkörbe, zum Verschliessen der Korbunterseite.
Es besteht aus Leine und in der Mitte ein Viereck mit Gardinengaze. Zum Befestigen werden Öhrstifte benötigt, welche an allen 4 Enden gezogen wird.

Weiselkloben

Der Zusetzkäfig der Korbimkerei.
Diese Weiselkloben aus Holz schnitzt der Imker, aus Hasel- oder Birkenholz, selbst. Die Spitze wird in das Korbinnere gespiesst und bleibt stabil bis die Königin frei ist.

Imker beim abtrommeln der Bienen

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